Im Zeichen des neu definierten Berufaufrages

Das zurückliegende Verbandsjahr stand ganz im Zeichen des neu definierten Berufsauftrages. Zwei Umfragen sowie diverse Anlässe rund um den Berufsauftrag zeigten immer wieder klar auf, dass noch viel Klärungs- und Verbesserungsbedarf besteht. Unzählige Rückmeldungen weisen unmissverständlich darauf hin, dass eines der wichtigsten Ziele des nBA aktuell noch verfehlt wird, nämlich der Schutz der Lehrpersonen vor Überbelastung. Weiter wurde auch deutlich, dass Transparenz in den einzelnen Schulen und Gemeinden über die Anwendung des nBA sowie die Einhaltung von verbindlichen Terminen essenzielle Voraussetzungen für eine gute Akzeptanz des Berufsauftrages sind. Der ZLV hat im Verbandsjahr 2017/2018 daher zusammen mit SekZH und VPOD nicht nur die Umfragen durchgeführt, sondern auch zwei Folgeanlässe rund um die Umfragen zum nBA vorbereitet. Ich danke beiden Partnerorganisationen für die angenehme, effektive Zusammenarbeit.

 

Aus pädagogischer Sicht war die Einführung des Lehrplan 21 im Kanton Zürich sicher das Geschäft, das in der Öffentlichkeit am stärksten wahrgenommen wurde. Die Debatte konzentrierte sich vor allem auf das neue Fach «Medien & Informatik» und die Digitalisierung des Unterrichts und der Schule. Ein Thema, das der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH schon seit einiger Zeit auf dem Radar hat und so auch der ZLV stets mit den neusten Entwicklungen und Erkenntnissen aufdatiert war.

ZLV-intern beschäftigte und beschäftigt vor allem die Frage der Integration von Kindern mit auffälligem Verhalten; denn wir sind der Überzeugung, dass diese Frage vielen Lehrpersonen und Eltern eine der drängendsten ist. Die Geschäftsleitung des ZLV suchte daher im Geschäftsjahr 2017/2018 nach geeigneten Wegen und Lösungen. Sie führte dazu diverse Gespräch mit der Elternmitwirkungsorganisation KEO, mit Mitgliedern des Bildungs- und des Kantonsrates, dem Volksschulamt sowie der pädagogischen und der heilpädagogischen Hochschulen PHZH und HfH.

 

Schliesslich zeigte sich, dass der ZLV auch unter neuer Führung und dank der wichtigen und hoch geschätzten Unterstützung durch die Geschäftsstelle unter der Leitung von Jolanda Pongelli weiterhin bestens aufgestellt ist. Die personelle und die finanzielle Situation ist stabil und bietet eine sichere und gute Grundlage für erfolgreiche Verbandsarbeit.

Eine wichtige Säule dieser Verbandsarbeit ist unsere Beratungsstelle, welche unseren Mitgliedern mit Rat, Tat und bei Bedarf auch mit juristischer Unterstützung zur Seite steht. Es freut mich, dass wir neben unserem langjährigen Experten Peter Telschow mit Monika Senn neu auch eine Fachfrau für unsere Beratungsstelle engagieren konnten.

 

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle sowie meinen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsleitung und in den Vorständen unserer Sektionen und Mitgliedorganisationen für ihr grosses Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Ganz besonders danke ich auch all unseren Mitgliedern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen.

Christian Hugi, Präsident ZLV

 

Den vollständigen Jahresbericht sowie die früheren Ausgaben finden Sie im Archiv.

 

Jahresbericht 2017/2018

Dieser Jahresbericht wurde von der Delegiertenversammlung genehmigt.