Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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17.08.2020 Fernunterricht möglichst vermeiden

Medienmitteilung ZLV und SekZH - Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Wie immer sich die Situation auch entwickelt: Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV und die Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich SekZH sprechen sich dafür aus, eine weitere Phase mit Fernunterricht wenn immer möglich zu vermeiden. Bei einer Verschärfung der Pandemie wären Halbklassenunterricht und Maskenpflicht vorzuziehen. Das vom Volksschulamt vorgeschlagene Schutzkonzept für die Schulen sehen die Lehrpersonenverbände als Mindeststandard.

Wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt, ist zurzeit nicht absehbar. Ansteigende Infektionszahlen und die bevorstehende kältere Jahreszeit mahnen zur Vorsicht. Dies gilt auch für die Schulen. Die beiden Lehrpersonenverbände ZLV und SekZH werden die weitere Entwicklung der Pandemie in der Schweiz und im Kanton Zürich aufmerksam beobachten.

Wenn immer möglich zu vermeiden ist eine weitere generelle Phase mit Fernunterricht. Obwohl dieser im März rasch etabliert werden konnte, hat er pädagogische Nachteile und führt dazu, dass schwächere und zuhause weniger unterstützte Schülerinnen und Schüler in Rückstand geraten. Zudem kann der Fernunterricht im Homeoffice arbeitende Eltern stark belasten. Sollte sich die Situation weiter verschärfen, sehen die beiden Lehrpersonenverbände für die Schulen eine abgestufte Reihenfolge von Reaktionsmöglichkeiten.

Das vom Volksschulamt des Kantons Zürich für die Schulen vorgeschlagene Schutzkonzept erachten ZLV und SekZH als der aktuellen Situation angemessen und als Mindeststandard, der in den Gemeinden und Schulen nicht unterschritten werden darf. Da die Übertragung der Coronaviren durch Aerosole doch wahrscheinlicher ist als früher vermutet, muss zudem unbedingt die Lüftungssituation in den Schulhäusern vor der kalten Jahreszeit geklärt und gelöst sein.

Alle Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler müssen zudem unkomplizierten Zugang zu Testmöglichkeiten haben, damit allfällige Ausbrüche rasch eingedämmt und Ansteckungsketten effektiv unterbrochen werden können.

 

Risikogruppen unter den Lehrpersonen schützen

Ein wichtiger Punkt ist für ZLV und SekZH, dass Lehrpersonen aus Risikogruppen im Schulalltag besonders geschützt sind – indem sie zum Beispiel im Schulhaus Aufgaben mit möglichst wenig direkten Kontakten erledigen. Kann die Schule vorübergehend keinen erhöhten Schutz gewähren, sind sie auf jeden Fall bei voller Entlöhnung bis auf weiteres von zuhause aus zu beschäftigen oder freizustellen, bis die Schule einen adäquaten Schutz bieten und sicherstellen kann.

 

Der Blick voraus: Schlussfolgerungen für Bildungspolitik

Über diese auf die nächsten Wochen ausgerichteten Punkte hinaus haben sich ZLV und SekZH auch mit mittel- und langfristigen Schulthemen befasst, deren Dringlichkeit durch die Corona-Pandemie unterstrichen wurde. Im Vordergrund stehen dabei Investitionen in die Digitalisierung und für die Chancengerechtigkeit in der Zürcher Volksschule sowie Massnahmen im Rahmen des neuen Berufsauftrags für die Attraktivität des Lehrerberufs in allen Schulstufen. Diese Forderungen sind im Dokument «Corona-Pandemie: Schlussfolgerungen für die Zürcher Bildungspolitik» zusammengefasst (Link unten).

 

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