Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
Ohmstrasse 14
Postfach 7147
8050 Zürich
Telefon 044 317 20 50
sekretariat@zlv.ch
www.zlv.ch

02.06.2014 Klassengrössen: ZLV unterstützt EVP-Initiative und Gegenvorschlag des Kantonsrats

Medienmitteilung ZLV - Der Kantonsrat hat heute Montag die EVP-Volksinitiative «Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen» deutlich abgelehnt und den Gegenvorschlag der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) angenommen. Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV begrüsst den Gegenvorschlag als kleinsten gemeinsamen Nenner. Da er jedoch nur eine geringe entlastende Wirkung entfalten dürfte, wird der ZLV in der Volksabstimmung auch die deutlich weiter gehende EVP-Initiative unterstützen.

Die kantonale Volksinitiative der EVP «Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen» fordert, dass künftig ein Maximum von 20 Schülerinnen und Schülern pro Klasse gilt. Heute gilt an der Zürcher Volksschule eine Obergrenze von 25 Kindern pro Klasse. Vorübergehend dürfen aber bis zu 28 Kinder in einem Schulzimmer sitzen, ohne dass Massnahmen ergriffen werden müssen.

 

Der Gegenvorschlag der KBIK würde zwar eine gewisse Entlastung der Lehrpersonen bewirken. Mit durchschnittlich ca. 0,5 Stellen pro Schulgemeinde wäre sie jedoch letztlich kaum spürbar. Auch wenn die zur Verfügung stehenden Ressourcen wie von der KBIK vorgesehen gezielt in schwierigen Schulen und Klassen eingesetzt würden, sieht der ZLV darin zwar einen Schritt in die richtige Richtung, aber keine nachhaltige Lösung. Er wird deshalb für die voraussichtlich 2015 stattfindende Volksabstimmung den Stimmberechtigten ein doppeltes Ja empfehlen. Abzuwarten bleibt noch die Schlussabstimmung des Kantonsrates in einigen Wochen.