Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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27.06.2019 Lehrpersonenmangel: Bildungsdirektion und Politik gefordert

ZLV-News - Der Mangel an Lehrpersonen zeigt sich deutlich: Auf der Stellenbörse des Zürcher Volksschulamtes (VSA) sind aktuell immer noch rund 270 Dauerstellen ausgeschrieben. Prozentual am meisten offene Stellen gibt es bei den Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sowie bei den Lehrpersonen des Zyklus 1 (v.a. Kindergarten). Entspannung ist auch für die nächsten Jahre keine in Sicht.

Das VSA hofft daher, dass einerseits die aktiven Lehrpersonen ihr Pensum erhöhen und andererseits möglichst viele ehemalige Lehrpersonen wieder einsteigen. Der ZLV findet das im Grundsatz nicht verkehrt, ist allerdings auch der Meinung, dass dies nur mit attraktiveren Rahmenbedingungen für die Lehrpersonen erfolgreich gelingen kann. Wie wichtig gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Rekrutierung sind, unterstreicht auch der LCH in der SRF-Tagesschau vom 7. Juni 2019.

Der ZLV hat die drängendsten Volksschul-Baustellen im Kanton Zürich benannt und die nötigen Verbesserungen aufgezeigt. Die wichtigsten sind: echte, niederschwellige Unterstützung im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern, pauschal 62 Stunden pro Jahreslektion und endlich auch für Lehrpersonen am Kindergarten die Lohnklasse 19. Zudem müssen die im landesweiten Vergleich überdurchschnittlich grossen Zürcher Klassen kleiner werden.

Alle sind sich einig: Die Zürcher Volksschule braucht genügend motivierte und gesunde Lehrpersonen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind jetzt Bildungsdirektion und Politik gefordert. Jede neue oder wiedereinsteigende Lehrperson ist ein Gewinn für alle.