Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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19.04.2018 Maturitätsprüfungen: Das Verhalten soll nicht zählen

ZLV News - Zurzeit läuft die Vernehmlassung zur neuen «Verordnung über die Aufnahme an die Maturitätsschulen im Anschluss an die Sekundarstufe». In seiner Antwort befürwortet der ZLV viele der vorgeschlagenen Neuerungen. Eine Vornote für das Verhalten lehnt er aber klar ab.

Zukünftig soll die Aufnahme an sämtliche Maturitätsschulen im Anschluss an die 2. respektive 3. Sek in einer Verordnung geregelt werden. Mit diesem Anliegen ist der ZLV völlig einverstanden. Die Maturitätsschulen sollen jeweils eine einheitliche ZAP2 und ZAP 3 durchführen.

Neu sollen die Schülerinnen und Schüler der Sek B eine Empfehlung der Klassenlehrperson benötigen, um an die Aufnahmeprüfung zugelassen zu werden. Auch damit ist der ZLV einverstanden.

Eine differenzierte Haltung nimmt der ZLV bezüglich der Vorleistungen ein. Bei den erwähnten Fächern und ihrer Gewichtung erhebt er keine Einwände. Alle Ideen allerdings, welche auch das Arbeits- und Lernverhalten in eine Note umrechnen wollen, lehnt der ZLV entschieden ab. «Der Grad der sozialen und arbeitsbezogenen Angepasstheit eines Schülers oder einer Schülerin eignet sich nicht für die Prognose bezüglich der Befähigung, eine Mittelschule zu besuchen und erfolgreich abzuschliessen. Zudem kann die Einschätzung von Verhalten von Lehrperson zu Lehrperson abweichen. Der ZLV befürchtet, dass bei einer allfälligen Berücksichtigung der Verhaltensbeurteilung insbesondere Knaben systematisch benachteiligt werden könnten», schreibt er in seiner Vernehmlassungsantwort.

Die ausführliche Vernehmlassungsantwort lesen Sie unten.