Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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30.11.2014 Etappensieg auf dem Weg zu kleineren Klassen

Medienmitteilung ZLV - Der ZLV dankt dem Drittel der Stimmberechtigten, das die Klassengrössen-Initiative unterstützt hat. Das Ja zum Gegenvorschlag wertet der Verband als Etappensieg auf dem Weg zu kleineren Klassen. Der Kampf für kleinere Klassen und gegen das Spardiktat der Politik geht weiter.

Offenbar haben die stark übertriebenen Angaben der Gegner zu den Kostenfolgen der Klassengrössen-Initiative Wirkung gezeigt. Trotzdem hat die Initiative mit mehr als  einem Drittel der Stimmen ein achtbares Resultat erzielt. Das Ja zum Gegenvorschlag des Kantonsrats gibt dem Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV Zuversicht für kommende Diskussionen. Das Resultat zeigt insgesamt, dass die Zürcherinnen und Zürcher Wert legen auf eine starke Bildung. Nur so kann es der Volksschule gelingen, ihren Auftrag zugunsten der einzelnen Schülerinnen und Schüler und übergeordnet zugunsten der Volkswirtschaft und der gesamten Gesellschaft zu erfüllen.

 

Der Gegenvorschlag bringt zwar eine gewisse Entlastung für übergrosse Klassen, entspricht aber nicht einmal dem sprichwörtlichen Tropfen auf den heissen Stein. Der ZLV wird sich deshalb weiterhin für kleinere Klassen einsetzen, in denen die Lehrpersonen mehr Zeit für die einzelnen Schülerinnen und Schüler haben. Er wird dafür unter anderem auf seinen differenzierten Vorschlag zurückkommen, wie die individuelle Situation in jeder Klasse berücksichtigt werden könnte. Die Behörden wiesen diesen Vorschlag leider ohne genaue Prüfung ab.

 

ZLV-Vizepräsident Kurt Willi sagt: «Wir sind zufrieden mit dem Resultat der Initiative und dem Ja zum Gegenvorschlag. Sollte sich die Politik beim Thema Klassengrösse nicht bewegen, wird es bei einer nächsten Abstimmung anders ausgehen.»