Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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21.05.2017 Politik ist jetzt in der Verantwortung

Medienmitteilung des Komitees für nur eine Fremdsprache an der Primarschule - Das Initiativkomitee bedauert das Nein zur Zürcher Fremdspracheninitiative. Es sieht nun die Politik in der Verantwortung, den Sprachenunterricht in der Volksschule zu verbessern. Dazu gehört eine Evaluation, welche die Bildungsdirektion seit Jahren aus unerfindlichen Gründen verweigert.

„Unsere fachlich begründeten Argumente wurden leider zu wenig gehört“, sagt Kurt Willi vom Initiativkomitee rund um den Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV, die Zürcher Kantonale Mittelstufe ZKM, die Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich SekZH und die Arbeitsgemeinschaft Schule mit Zukunft. Selbst die miserablen Ergebnisse der Evaluation des Innerschweizer Sprachenkonzepts konnten die Stimmberechtigten nicht überzeugen. Das Innerschweizer Konzept ist mit der Zürcher Lösung vergleichbar.

 

Es gilt jetzt jedoch zu akzeptieren, dass eine Mehrheit weiterhin zwei Fremdsprachen an der Primarschule wünscht. Umso vehementer fordert das Initiativkomitee von den politischen Gremien nun Massnahmen zur operativen Verbesserung des Sprachenkonzepts im Kanton Zürich. Was es jetzt endlich braucht, ist eine detaillierte Evaluation des Fremdsprachenunterrichts im Kanton Zürich. Die Lehrpersonenverbände fordern eine solche Abklärung bereits seit sieben Jahren. Bisher verweigerte sich die Bildungsdirektion aus unerfindlichen Gründen.

 

Als Sofortmassnahme fordert das Initiativkomitee die Politik auf, den Fremdsprachenunterricht mit mehr Halbklassenunterricht zu verbessern. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wären gut eingesetzt und würden die Qualität des Sprachunterrichts stark verbessern.