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08.09.2014 ZKM: Zwei Fremdsprachen an der Primarschule - Kinder sind überfordert

Medienmitteilung ZKM - «Eine Fremdsprache ist genug!» Dies ist die klare Meinung der Zürcher Kantonalen Mittelstufe ZKM. Dies weil ein Grossteil der Primarschulkinder den Anforderungen nicht gewachsen ist. Das bestätigte sich auch in einer kürzlich lancierten Basisbefragung in den Ostschweizer Kantonen.

Es ist weltweit erforscht und wissenschaftlich erwiesen – und die Praktiker erleben es Tag für Tag: Der Fremdsprachenunterricht, wie er zurzeit an den Primarschulen erteilt wird, bringt nicht den gewünschten Nutzen. Kinder nämlich, die bereits an der Primarschule in einer Fremdsprache unterrichtet werden, beherrschen diese nach neun Jahren Volksschule nicht besser als Kinder, die sie erst ab der Sekundarstufe lernen.


Mehr noch: Der derzeitige Fremdsprachenunterricht schadet unserem Nachwuchs mehr, als dass er nützt, indem ein Grossteil der Kinder an den Primarschulen unter den Anforderungen leidet, die das Lernen von
zwei Fremdsprachen mit sich bringt. Die Überforderung der Kinder sehen die Mittelstufenlehrpersonen täglich. Sie haben sich deshalb in der Umfrage, welche die ZKM zusammen mit Mittelstufe Ost 2012 zum Lehrplan 21 lanciert hat, klar gegen zwei Fremdsprachen auf der Primarschule geäussert.


Deshalb verlangt die Zürcher Kantonale Mittelstufe, dass eine der beiden Fremdsprachen aus der Stundentafel der Primarschule entfernt wird, damit die Sechs- bis Zwölfjährigen so wieder mehr Luft für die wichtigen Fächer Deutsch, Mensch/Umwelt und Mathematik haben.


Für weitere Auskünfte:
Harry Huwyler, Präsident ZKM, 076 331 38 38