Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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13.04.2016 Regierungsrat schiebt das Budgetproblem an die Gemeinden ab

Medienmitteilung ZLV - Der Regierungsrat Zürich hat heute kommuniziert, wie er die Sparvorgaben im Bildungsbereich gestalten will. Seine Kernmassnahme in Bezug auf die Volksschule ist die Kommunalisierung der Schulleitungen. Damit wird das Budgetproblem einfach an die Gemeinden abgeschoben. Diese haben vielerorts klamme Kassen und fahren bei den Schulen einen Sparkurs. Dieser dürfte sich nun verschärfen. Für die Schule als Gesamtgebäude wird der Schritt des Regierungsrats deshalb trotzdem zu einem Bildungsabbau führen. Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV nimmt davon sehr besorgt Kenntnis.

Die Schule ist ein fein austariertes Gesamtgebäude. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Schulen, Stufen und Trägern ist einfacher geworden, seit die Anstellungen weitgehend kantonalisiert erfolgen. Der ZLV nimmt deshalb mit grosser Sorge zur Kenntnis, dass der Regierungsrat die Anstellung der Schulleitenden nun im Rahmen der kantonalen Sparmassnahmen zu den Gemeinden verlagern will. Der ZLV fürchtet auf zwei Ebenen negative Auswirkungen.


Der ZLV fordert deshalb, dass ein klarer Katalog aufgestellt wird, welche Aufgaben und Pflichten eine Schulleitung erfüllen muss. Der Verband hofft, dass sich die Gemeinden ihrer Verantwortung bewusst sind und nach wie vor qualifizierte, engagierte Schulleitungen anstellen. Zudem wird der ZLV den Kontakt mit den Vereinigten Personalverbänden (VPV) suchen, da mehrere Verbände von Sparmassnahmen betroffen sind.

 

Zweiter Tag der Bildung?

Man muss der Bildungsdirektion immerhin attestieren, dass sie mit der Kommunalisierung der Schulleitungen ihr Versprechen einhält, die Klassengrössen oder Lektionenverpflichtungen nicht zu erhöhen. Aus der Warte der Schule als Gesamtgebäude muss der ZLV die Massnahme dennoch kritisieren. Über die kommunalen Budgets wird sie die Schulen treffen und ihre Qualität gefährden. Der ZLV geht davon aus, dass die kommunalen Abbaumassnahmen jene des Kantons bereits jetzt bei Weitem übertreffen. Dies darf nicht so weitergehen. Ein zweiter Tag der Bildung rückt näher.