Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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10.04.2014 Projekt Be-/Entlastung: ZLV bedauert sang- und klangloses Ende

Medienmitteilung ZLV - Über mehrere Jahre haben die Akteure des Schulfelds im Projekt Be-/Entlastung gemeinsam nach Massnahmen gesucht, um die Lehrpersonen zu entlasten. Heu-te nun hat der Zürcher Bildungsrat mitgeteilt, dass die Umsetzung der Mass-nahmen abgeschlossen sei. Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV bedauert das sang- und klanglose Ende des Projekts. Die Resultate der Mass-nahmen sind für die Lehrpersonen enttäuschend ausgefallen. Mit der Auflösung der Begleitgruppe fällt zudem sogar noch das Wenige weg, das als positiv ver-bucht werden konnte.

«Ausser Spesen nichts gewesen», so präsentiert sich aus Sicht des ZLV das Projekt Be-/Entlastung. Von den zehn umgesetzten Massnahmen betrafen gerade einmal drei die Lehrpersonen:

 

 

Eine Verbesserung der Belastungssituation erwartet der Bildungsrat vom kommenden Berufsauftrag. Der ZLV kann diese Meinung nicht teilen. Im Kern ist der neue Berufsauftrag allerdings nur eine organisatorische Massnahme und kein Entlastungsprogramm. So ist beispielweise der Faktor pro Lektion für die Berechnung der Jahresstunden im Berufsauftrag weiterhin zu tief angesetzt.

 

Besonders bedauert der ZLV, dass der Bildungsrat die Begleitgruppe des Projekts Be-/Entlastung, in der alle Akteure des Schulfeldes vertreten waren, auflöst. Die intensiven Gespräche in diesem Rahmen, die zu einem erheblich verbesserten gegenseitigen Verständnis geführt haben, gehören leider der Vergangenheit an. Es ist unverständlich, weshalb eine funktionierende Plattform abgeschafft wird, auf der Behörden, Volksschulamt, Schulsekretäre und Lehrpersonen gemeinsam um Lösungen ringen konnten.