Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
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02.02.2018 Schulstart mit ungleichen Chancen: Kinder in Gemeinden mit Assistenzen klar im Vorteil

Gemeinsame Medienmitteilung von VKZ und ZLV - Eine Umfrage bei Kindergartenlehrpersonen verdeutlicht die unterschiedlichen Startbedingungen in der ersten Stufe der Volksschule. Die Kinder treten immer jünger ein, immer mehr benötigen eine spezielle Betreuung und Förderung. Der Verband Kindergarten Zürich (VKZ) und der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) fordern die Gemeinden und die Bildungspolitik zum Handeln auf. Ein vielversprechender Lösungsansatz ist der verstärkte Einsatz von Klassenassistenzen. So haben alle Kinder eine faire Startchance.

Im Herbst 2017 haben VKZ und ZLV eine gemeinsame Umfrage bei den Lehrpersonen der Kindergartenstufen durchgeführt. Die Resultate der Umfrage belegen, dass sich der Einsatz von Schulassistenzen zur zusätzlichen Begleitung der jüngsten Schüler und Schülerinnen lohnt. Besonders zeigt sich dies bei:

 
Gravierende Folgen für die Kinder

Wo die Unterstützung der Klassenlehrpersonen durch Klassenassistenzen am Kindergarten fehlt, ist ein erfolgreicher Schuleinstieg nicht gewährleistet, da die Lehrpersonen nicht mehr genügend Zeit für eine individuelle Betreuung und Förderung der Kinder haben. Die Folge davon sind schlechtere Bildungschancen. Für schwächere Kinder ist die Situation doppelt unfair, da sie verstärkt auf eine intensive Einzelbegleitung angewiesen wären. Durch die für das Schuljahr 2019/2020 geplante Einführung des Geburtsstichtags 31. Juli für den Kindergarteneintritt wird sich die Situation weiter verschärfen.

Für VKZ und ZLV ist Handlungsbedarf klar angezeigt. VKZ-Präsidentin Brigitte Fleuti: «Es freut mich zu sehen, dass eine zunehmende Zahl von Gemeinden die erste Bildungsstufe mit den benötigten personellen Ressourcen ausstattet. Das entspricht den aktuellen Anforderungen an diese Stufe. So werden Kinder in ihrer Entwicklung ernst genommen und das Einhalten des Lehrplans ermöglicht. Dreiviertel der Gemeinden nehmen diese Verantwortung leider noch nicht ausreichend wahr. Die Erfolge der anderen Gemeinden stimmen mich aber hoffnungsvoll, dass sich das Konzept durchsetzen wird.»

 

Es braucht ein ganzes Massnahmenbündel

Die beiden Verbände stellen gegenüber den Bildungsverantwortlichen in Gemeinden und Kanton(en) folgende Forderungen: