Überparteiliches Komitee lanciert Kampagne: Ja zum Lehrpersonal-Kompromiss
Ein überparteiliches Komitee aus Politik, Schule und Wirtschaft lancierte heute die Abstimmungskampagne für ein Ja zum Lehrpersonal-Kompromiss. Dieser sorgt dafür, dass der tatsächliche Arbeitsaufwand im Berufsauftrag der Lehrpersonen besser abgebildet wird. Damit sichern der Kanton und seine Gemeinden die hohe Qualität der Volksschule – eine Investition in die Kinder und Jugendlichen und damit die Fachkräfte von morgen.
Medienmitteilung vom 7. Juli 2026
Gute Schule braucht Zeit
Der Berufsauftrag legt fest, wie die Arbeitszeit der Lehrpersonen auf ihre verschiedenen Aufgaben verteilt wird. Die heutige Regelung gilt im Kanton Zürich seit dem Schuljahr 2017/2018 und bildet den tatsächlichen Arbeitsaufwand nicht ausreichend ab. Deshalb entscheidet die Zürcher Stimmbevölkerung am 27. September 2026 über seine Anpassung.
«Gute Schulbildung lebt nicht nur vom Unterricht, sondern auch von der Zeit, die in dessen Vor- und Nachbereitung, die Betreuung der Schülerinnen und Schüler, in Schulprojekte und in engen Elternkontakt investiert werden kann», macht ZLV-Präsidentin Lena Fleisch deutlich. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, leisten Lehrpersonen durchschnittlich knapp 1,5 Stunden unbezahlte Überzeit pro Tag.
Der Lehrpersonal-Kompromiss schafft Abhilfe. Der Kantonsrat hat beschlossen, den Lektionenfaktor von 58 auf 59 Stunden und die Arbeitszeitpauschale für Klassenlehrpersonen von 100 auf 160 Stunden zu erhöhen. Damit wird das Kerngeschäft der Schule, der Unterricht und die Klassenführung, im Berufsauftrag gestärkt und die Arbeit, die Lehrpersonen bereits heute leisten, besser abgebildet.
In die Fachkräfte von morgen investieren
Eine starke Volksschule ist die Grundlage für einen starken Kanton Zürich. Benedikt Schmid, Präsident der Jungen Mitte Schweiz, sagt dazu: «Wer heute in gute Schulen investiert, investiert in die Fachkräfte von morgen und stärkt so gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Zürich.»
Kinder und Jugendliche erwerben in der Schule jene Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie später im Alltag und im Berufsleben benötigen. Nadia Koch, GLP-Kantonsrätin und Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur, unterstreicht: «Gute Schulbildung darf nicht von unbezahlter Überzeit abhängen. Wer eine starke Volksschule will, muss die Voraussetzungen schaffen, damit Lehrpersonen langfristig gute Arbeit leisten können.»
Vom Lehrpersonal-Kompromiss profitieren alle
Vom Lehrpersonal-Kompromiss profitieren Schülerinnen und Schüler, weil Lehrpersonen genügend Zeit erhalten, um sie individuell zu begleiten, den Unterricht vor- und nachzubereiten und Elterngespräche und Schulprojekte durchzuführen. Eltern profitieren von einer verlässlichen Zusammenarbeit mit der Schule, die Schulen von mehr Kontinuität durch erfahrene Lehrpersonen. Mit dieser Vorlage übernimmt der Kanton Verantwortung für eine gelingende Schule und für faire Arbeitsbedingungen. Davon profitiert letztlich die Zürcher Wirtschaft, weil eine starke Volksschule die Grundlage für gut ausgebildete Fachkräfte ist.

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