Corona-Virus-Pandemie

(aktualisiert am 3. April 2020)

Die Schweizer Gesellschaft befindet sich wegen der Coronavirus-Pandemie im Ausnahmezustand. Das gilt auch für die Schulen in der ganzen Schweiz und damit für die Zürcher Volksschule. Vorerst bis zum Ende der Frühlingsferien findet kein Präsenzunterricht statt.

Die Schulen haben diese Situation bisher mit viel Einsatz und Improvisationsgabe gut gemeistert. Dazu trägt auch das enorme Engagement der Lehrpersonen bei. Der ZLV unterstützt diese mit aktuellen Informationen, allgemeinen Tipps für den Fernunterricht, wichtigen Kontakten und einer Übersicht über zentrale Fragen und Antworten. Weitere Informationen und Links zu Medienberichten finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite.

 

Aktuelle Informationen

Der Präsenzunterricht in den Schulen und Ausbildungsstätten in der ganzen Schweiz ist bis am 19. April 2020 eingestellt. Der Bundesrat wird je nach weiterem Verlauf der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz über das weitere Vorgehen entscheiden und informieren. Die Umsetzung der Entscheide obliegt dem Zürcher Regierungsrat.

Informationen zum aktuellen Stand rund um Entwicklungen und Massnahmen bezüglich der Coronavirus-Pandemie finden sich auf der Website des Bundesamts für Gesundheit. Die drei wichtigsten Massnahmen sind:

  1. Möglichst zuhause bleiben
  2. Abstand halten
  3. Hände regelmässig waschen

Weisungen von Bund und Kanton

  1. Der Präsenzunterricht wird bis zum Ende der Frühlingsferien eingestellt.
  2. Die Schülerinnen und Schüler bleiben wenn immer möglich zuhause.
  3. Die Schulen richten ein Betreuungsangebot für Ausnahmefälle ein.
  4. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten.
  5. Der öffentliche Verkehr ist möglichst zu meiden.
  6. Lehrpersonen, die zur Risikogruppe zählen, bleiben zuhause und arbeiten dort.

Zudem gelten die allgemeinen Weisungen des Bundes gemäss dem Flyer «So schützen wir uns.»

Empfehlungen des ZLV für Lehrpersonen

Damit unsere Zürcher Volksschule diese Situation meistern kann, sind wir Lehrpersonen besonders gefragt. Leisten wir unseren Beitrag, dass dies gelingt. Der Zürcher Lehrer- und Lehrerverband empfiehlt:

  • Gehen Sie pragmatisch vor und lassen Sie sich Zeit. Lösungen müssen nicht perfekt sein. Nicht jede Frage kann oder muss sofort geklärt werden. Haben Sie Mut zur Lücke und zu kreativen Ansätzen. Hilfreich ist die 80:20-Regel.
  • Die Kontaktpflege hat Vorrang. Wichtig ist, dass Zeit und Energie der Lehrpersonen auch in die Beziehungen, ins Coaching fliessen. Es ist sinnvoll, verbindliche Zeitfenster anzubieten, in denen die Lehrpersonen und Schulleitungen erreichbar sind für Fragen der Eltern. Die Lehrpersonen können bei den Eltern nachfragen, wie es ihnen und ihren Kindern geht.
  • Finden Sie das richtige Mass bei Stoff und Tempo für Ihre Klasse(n). Weniger kann in dieser Situation mehr sein. Überfordern Sie die Schülerinnen und Schüler, die Eltern nicht mit zu vielen oder zu komplexen Aufgaben. Lehr- und Stundenplan dienen in dieser Situation vorwiegend als Richtlinien.
  • Gemeinsam geht es besser. Arbeiten Sie konstruktiv und kreativ mit ihrem Team, den Schulleitungen und den Behörden zusammen.
  • Teilen Sie gut funktionierende Lösungen für den Fernunterricht. Eine digitale Plattform für den Ideenaustausch bietet das Wiki des Volksschulamts.

Gute Angebote für den Fernunterricht

Der ZLV kann folgende Angebote und Unterstützungstipps für den Fernunterricht mit gutem Gewissen empfehlen. Andere Angebote insbesondere von privaten Anbietern sind sorgfältig zu prüfen.
Zu den Links Angebote für den Fernunterricht

 

Wenn Sie weitere gute und nützliche Angebote und Websites für den Fernunterricht kennen: Senden sie uns bitte ein Mail an sekretariat@zlv.ch. Danke!

Forderungen des ZLV

  • Der ZLV empfiehlt und fordert, dass nur so wenige Lehrpersonen wie wirklich nötig in den Schulen präsent sein müssen. Viele Arbeiten lassen sich auch von zuhause aus erledigen.
  • Teamsitzungen, Besprechungen und ähnliches sollen im virtuellen Raum stattfinden oder auf später verschoben werden.
  • Lehrpersonen, die eigene Kinder betreuen müssen, sind vom Präsenzdienst in den Schulen zu entbinden.
  • Unverhandelbar ist der Schutz gefährdeter Lehrpersonen (Alter, Vorerkrankungen). Dieser hat für den ZLV oberste Priorität. Auf sie darf keinerlei Druck ausgeübt werden, in die Schule zu kommen. Die Weisung des Bundes ist unmissverständlich: Wer gefährdet ist, bleibt zuhause.
  • Vikarinnen und Vikare verdienen in der aktuellen Situation Solidarität. Schulleitungen, Schulgemeinden und Ämter sollen die individuelle Situation «ihrer» Vikare und Vikarinnen erfragen und wenn nötig und möglich Unterstützung anbieten.

Der ZLV unterstützt alle betroffenen Lehrpersonen dabei, diesen Punkten falls nötig Nachdruck zu verleihen. Bei Bedarf setzen Sie sich am besten direkt mit unserer Beratungsstelle in Verbindung: beratung@zlv.ch. Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie eine Liste mit Antworten rund um arbeitsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der aktuellen Situation.

> Fragen und Antworten

ZLV-Beratungsstelle

Bei arbeitsrechtlichen Fragen wenden sie sich an die ZLV-Beratungsstelle. Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos.

> Beratungsstelle