Corona-Informationen

Impfen, testen und messen – Kanton muss Versäumnisse in den Schulen nachholen

Medienmitteilung ZLV, SekZH, MVZ und ZLB vom 21. April 2021
Die vier Zürcher Lehrpersonenverbände ZLV, SekZH, MVZ und ZLB fordern Kanton und Gemeinden auf, sich endlich energisch dafür einzusetzen, dass die Schulen weiterhin offenbleiben können. Konkret geht es um vorgezogene Impfungen für Lehrpersonen, um präventive Massentests in den Schulen und um die Reduktion des Infektionsrisikos durch eine gute Raumluftqualität.

Siehe Medienmitteilung mit den Forderungen ZLV, SekZH, MVZ und ZLB
Siehe Medienmitteilung des VSLZH

COVID-19 Impfung: Registrierung und Termine

Auf der Website der Zürcher Gesundheitsdirektion können sich alle Bürgerinnen und Bürger für einen Impftermin registrieren. Der ZLV fordert von Bund und Kanton, dass den Lehrpersonen – nach jenen Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal – priorisierter Zugang zur Impfung gegen das SARS-Cov 2 Virus ermöglicht wird. Neben dem Schutz der Lehrpersonen soll diese Massnahme hauptsächlich dazu dienen, die Schulen weiterhin möglichst offenhalten zu können.

UPDATE (28.04): Aktuell sind alle Personen aus den Impfgruppen A-G sowie O zur Impfung zugelassen - und neu können auch alle 50- bis 64-Jährigen (Impfgruppen H, K, M) Impftermine buchen. Der ZLV empfiehlt allen Lehrpersonen über 50, die sich impfen lassen möchten, jetzt den Impftermin zu buchen: https://zh.vacme.ch/.
 

Link zur Website der Zürcher Gesundheitsdirektion
Link zu den Forderungen des ZLV

 

Repetitives Testen im Kanton Zürich

Ab sofort können Unternehmen und Organisationen im Kanton Zürich ihre Belegschaft nach dem neuen, vom Bundesrat beschlossenen System repetitiv testen lassen. Die Gesundheitsdirektion hat in den letzten Wochen zusammen mit der Volkswirtschaftsdirektion, Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) und den Zürcher Wirtschaftsverbänden intensiv an einer Lösung gearbeitet, welche den unterschiedlichen Begebenheiten in den Unternehmen gerecht wird und eine möglichst einfache Abwicklung ermöglicht. Die Tests sind für die Unternehmen kostenlos. Arbeitnehmende von Firmen, die teilnehmen, werden unter gewissen Voraussetzungen von der Quarantänepflicht befreit. Auch Schulen können sich für das repetitive Testen anmelden.

Damit erfüllt der Kanton eine der Forderungen des ZLV zumindest teilweise. An den Schulen im Kanton Zürich soll wie in den vergangenen Monaten ein strenges Ausbruchstesten weitergeführt werden. Neu können die Schulen auch repetitive Tests einsetzen, wenn sie das wollen. Für die Volksschule entscheiden die Gemeinden, ob ihre Schulen an den repetitiven Tests teilnehmen. LINK zur Medienmitteilung.

 

(aktualisiert am 22. Januar 2021)
Lockerung für unterrichtsergänzende Angebote

Mit dem Leitungszirkular vom 09.03.2021 informiert das Volksschulamt, dass die Entwicklung der Fallzahlen eine Anpassung der Schutzkonzepte für die Schulen im Kanton Zürich zulässt. Wie im ausserschulischen Bereich sollen auch in den Schulen wieder möglichst viele unterrichtsergänzende und klassenübergreifende Aktivitäten ermöglicht werden. Da die epidemiologische Lage aber infolge der neuen, ansteckenderen Virusvarianten fragil bleibe und die Quarantänemassnahmen verschärft worden sind (Corona-update 41 vom 4. März), müssten die Lockerungen massvoll ausgestaltet sein und weiterhin mit Schutzmassnahmen begleitet werden. 

Ausserdem wird die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse bis mindestens 30. April 2021 verlängert. Diese gilt im Kanton Zürich seit dem 25. Januar 2021. In altersdurchmischten Klassen (z.B. 3./4. Klasse) gilt die Maskenpflicht für sämtliche Schülerinnen und Schüler. In der Folge fällt auch der Schwimmunterricht ab der 4. Klasse aus, da dort das Tragen von Schutzmasken nicht möglich ist.

Der ZLV kann diese Massnahmen angesichts der aktuellen Entwicklungen mit den mutierten Virus-Varianten nachvollziehen. Das Ziel, die Schulen möglichst offen halten zu können, gilt weiterhin. Der ZLV begrüsst dies und findet daher auch die verfügten Massnahmen richtig.

Der ZLV fordert darüber hinaus weitere Massnahmen der Bildungsdirektion:

  • Die Schulen sollen den Lehrpersonen FFP2-Masken zur Verfügung stellen. Diese schützen die Trägerinnen oder Träger besser vor einer möglichen Ansteckung mit dem Covid-Erreger. Dies ist wichtig, damit möglichst wenig Lehrpersonen erkranken. Denn wenn Lehrpersonen ausfallen, drohen ebenfalls Schulschliessungen – wegen Personalmangels.
  • In allen Schulräumen soll die Raumluftqualität mit CO2-Messgeräten überwacht werden. So können die Lehrpersonen die Zimmer gezielt Lüften und die Schülerinnen und Schüler sind nicht unnötig Kälte und Durchzug ausgesetzt. Zudem kann man so auch jene Räume identifizieren und mit Luftfiltern oder noch besser mit Lüftungsanlagen aufrüsten, wo einfaches Lüften über die Fenster nicht ausreicht.

Auch das Testing bei den Kindern und Jugendlichen muss aus Sicht des ZLV intensiviert werden. Weil bisher die Praxis galt, dass Kinder selbst bei Symptomen grundsätzlich nicht oder nur selten getestet werden, fehlt uns nun das Wissen darüber, welche Rollen Kinder und Jugendliche und die Schulen bei der Übertragung des Covid-Virus spielen. Diese Praxis ist dringend anzupassen. Kinder und Jugendliche müssen gezielter und auch systematischer getestet werden.

Weiter fordert der ZLV, dass den Lehrpersonen – nach jenen Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal – priorisierter Zugang zur Impfung gegen das SARS-Cov 2 Virus ermöglicht wird. Auch diese Massnahme soll dazu dienen, die Schulen möglichst offenhalten zu können.

(aktualisiert am 22. Januar 2021)

Update Massnahmen gegen die Corona-Pandemie

Am Mittwoch, 13. Januar 2021 gab der Bundesrat die neuen bzw. verschärften Massnahmen gegen die Corona-Pandemie bekannt. Diese gelten ab Montag, 18. Januar 2021. Die Schulen können ihren Betrieb vorerst aufrechterhalten und müssen nicht erneut geschlossen werden. Der ZLV findet dies richtig. Aus pädagogischer Sicht sind Schulschliessungen sehr kritisch zu beurteilen und sollten Ultima Ratio bleiben, da die Auswirkungen auf den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler sowie auf die Chancengerechtigkeit negativ sind. Weiter hat der Bundesrat verordnet, dass der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit gesundheitlichen Risiken erhöht wird. Der ZLV begrüsst diese Entscheidung ausdrücklich, hat er doch in den vergangenen Monaten genau das mehrfach vom Zürcher Volksschulamt gefordert.

Im Leitungszirkular vom Volksschulamt vom Donnerstag, 14. Januar 2021 hat das Volksschulamt aufgrund der bundesrätlichen Vorgaben nun verfügt, dass die Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen verstärkt werden müssen. Das Volksschulamt zählt dazu etwa FFP2-Masken, Plexiglasscheiben oder ab der 4. Primarklasse Maskenpflicht für die Schülerinnen und Schüler. Zudem hält das VSA fest: «Wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus trotz der vom Arbeitgeber getroffenen Massnahmen aus besonderen Gründen als zu hoch für sich erachtet, kann ihr eine andere Arbeit zugewiesen werden. Ist dies nicht möglich, wird die betreffende Person beurlaubt. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen. Für den Unterricht wird ein Vikariat eingerichtet. Ist dies nicht möglich, kann auf hybriden Unterricht umgestellt werden.»

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Schwangere sowie nicht gegen Covid-19 geimpfte Personen, welche an Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Krebs oder Adipositas leiden und Personen, welche infolge von Erkrankungen oder Therapien ein geschwächtes Immunsystem haben.

Zudem schreibt das Volksschulamt, dass nur noch jene Personen Zutritt auf das Schulgelände haben sollen, die in den Schulbetrieb involviert sind und weiter, dass physische Treffen ausserhalb des Unterrichts nach Möglichkeit vermieden oder andernfalls auf maximal fünf Personen beschränkt werden sollen (z.B. Sitzungen oder in den Mittags- und Kaffeepausen).

(aktualisiert am 1. November 2020)

Folgerungen für die Zürcher Bildungspolitik

Die Zürcher Volksschule hat die erste Phase der Corona Pandemie mit sehr viel Engagement aller Beteiligten gemeistert. Die acht Wochen Fernunterricht hatten aber auch ihren Preis und haben ein Schlaglicht auf bestehende Schwachstellen geworfen. ZLV und SekZH haben ihre Folgerungen dazu im August 2020 zusammengefasst. 

 

Leider befindet sich die Schweiz aktuell mitten in der zweiten Corona-Welle. Der ZLV begrüsst daher grundsätzlich, dass nun wieder strengere und besser koordinierte Bestimmungen gelten und hofft, dass die Schulen dadurch auch weiterhin offenbleiben können. Aus pädagogischer Sicht sind Maskentragen und Einschränkungen im Unterricht erneuten Schulschliessungen und Fernunterricht klar vorzuziehen. Trotzdem: Die verschärften Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie in den Zürcher Schulen beeinträchtigen die Arbeit an den Schulen deutlich und wirken sich nachteilig auf die Qualität des Unterrichts und auf das schulische Zusammenleben aus.
 

Oberste Priorität muss neben der Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts der Schutz von Lehrpersonen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko haben. Die aktuell gültigen Weisungen und der Umgang des Volksschulamtes mit Lehrpersonen aus Risikogruppen deuten darauf hin, dass im Amt andere Prioritäten gesetzt werden. Der ZLV kritisiert dies vehement und hat seine Kritik dem Amt zukommen lassen. Aktuell warten wir auf eine Stellungnahme und prüfen rechtliche Schritte.

(aktualisiert am 29. Oktober 2020)

Corona-Virus-Pandemie

Volksschulen. Vorgaben Schutzkonzepte.
Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Lehrpersonen

Gemäss Punkt 2.2.1 der aktuellen personalrechtlichen Weisungen des VSA sorgt die Schulleitung im Rahmen der Fürsorgepflicht für ausreichende Schutzmassnahmen, die auch besonders gefährdeten Lehrpersonen (inkl. schwangere Lehrerinnen) ermöglichen, den Präsenzunterricht zu erteilen.

Die Kosten für die Schutzmassnahmen trägt die Schule. Wenn die besonders gefährdete Lehrperson – nach vorgängiger Rücksprache und Bewilligung mit der Schulleitung – selber die Schutzmasken besorgt, sind ihr die Kosten zurückzuerstatten.

Wird einer besonders gefährdeten Lehrpersonen, vom Arzt das Tragen einer FFP2-Schutzmaske empfohlen, muss die Schule die Kosten dafür tragen. Dazu genügt es, der Schulleitung ein entsprechendes Arztzeugnis vorzulegen. Bei Schwierigkeiten setzen Sie sich am besten direkt mit unserer Beratungsstelle in Verbindung: beratungnoSpam@zlv.noSpamch. Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos.

Weitere Massnahmen unter: https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/gesundheit/corona/schulen/verfuegung_bi_vorgaben_schutzkonzepte.pdf

 

Maskenpflicht Plakatsujet: https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/gesundheit/corona/hauptseite/gd_maskenpflicht_plakat.pdf

Der ZLV unterstützt das enorme Engagement seiner Mitglieder und aller Lehrpersonen mit aktuellen Informationen, wichtigen Kontakten und einer Übersicht über zentrale Fragen und Antworten. Weitere Informationen und Links zu Medienberichten finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite.

Es gelten die allgemeinen Weisungen des Bundes gemäss dem Flyer «So schützen wir uns»

 

Contact Tracing
Das Contact Tracing der Bildungsdirektion klärt wichtige Fragen in Zusammenhang mit allfälligen Kontaktpersonen einer an COVID-19-erkrankten Person und ordnet Quarantäne- und Isolationsmassnahmen an:

  • Ist in den 48 Stunden vor Symptomausbruch der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen immer eingehalten worden?
  • Mit wem hat ein enger Kontakt (unter 1,5 Metern, über 15 Minuten) ohne Tragen einer Hygienemaske oder ohne andere Schutzvorrichtung bestanden?

Wird ein Mitglied der Schulgemeinschaft positiv getestet, klärt das Contact Tracing der Bildungsdirektion die individuellen Kontakte ab und ordnet eine Quarantäne für die betroffenen Kinder, Jugendlichen, Lehrpersonen oder anderen Schulbeteiligten an. Der kantonale schulärztliche Dienst bzw. die schulärztlichen Dienste der Städte Winterthur und Zürich bleiben in Kontakt mit der Schulleitung der betroffenen Schulen und prüfen, ob die Hygiene- und Distanzregeln an der Schule eingehalten wurden.

Wichtig: Die Schulleitung muss bei Kenntnis eines bestätigten Covid-19-Falls an der Schule umgehend das Contact Tracing der Bildungsdirektion oder den Schulärztlichen Dienst des Kantons Zürich respektive der Städte Zürich und Winterthur informieren.

Kontakt für medizinische Fragen: ferdinanda.pini-zuegernoSpam@vsa.zh.noSpamch

Coronavirus - Informationen rund um die Schulen

Weitere Informationen zu den schulischen Abläufen bei Krankheitsfällen, Schutzkonzepten und personellen Fragen finden Sie ebenfalls auf der Website des Kantons.

 

Lüften
Zahlreiche Hinweise zum richtigen Lüften der Klassenzimmer finden Sie auf der Website https://www.schulen-lueften.ch und in der Broschüre «Das Schulzimmer richtig lüften».

Die Lüftungssituation in den einzelnen Schulräumen muss sofort geklärt und am besten dauerhaft mit einem Luftmessgerät in jedem Raum überwacht werden. Wo nötig sind Luftfiltergeräte aufzustellen oder noch besser effiziente Lüftungen einzubauen. Dafür verantwortlich sind die Schulgemeinden. Eine gute Lüftung der Räume ist gesundheitlich und für gutes Lernen entscheidend. Kanton und Bildungsdirektion haben hier eine Führungsverantwortung. Sie sollen die Bemühungen der Schulen und Gemeinden unterstützen und koordinieren. Es gilt, Schülerinnen, Schüler und die Schulteams nach Kräften vor einer möglichen Ansteckung mit Sars-Cov2 zu schützen.

 

Kurzfilm «Coronavirus und Schule»
Der kurze Film des BAG (eine gute Minute) zeigt den Schülerinnen und Schülern in wenigen einprägsamen Bildern, welchen Einfluss das neue Coronavirus auf ihren Schulalltag hat. Er erklärt den Kindern, dass sie sich schützen können und ruft die Regeln zum Händewaschen und Grüssen in Erinnerung.

Die spezifischen Massnahmen des jeweiligen Schulhauses können direkt im Anschluss an den Film erläutert werden. Von der Webseite des BAG kann das Plakat mit den Hygiene- und Verhaltensregeln, die für Schülerinnen und Schüler gelten, heruntergeladen werden.

Link zum Kurzfilm «Coronavirus und Schule»

 

​​​​​​​Empfehlungen des ZLV für Lehrpersonen

Damit unsere Zürcher Volksschule diese Situation meistern kann, sind wir Lehrpersonen besonders gefragt und tragen eine grosse Verantwortung. Leisten wir unseren Beitrag, dass dies gelingt. Der Zürcher Lehrer- und Lehrerverband empfiehlt:

  • Bleiben Sie weiterhin vorsichtig und halten Sie sich an die Distanz- und Hygieneregeln sowie an das Schutzkonzept Ihrer Schule. Es gilt Schulschliessungen wenn immer möglich zu vermeiden.
  • Schützen Sie sich, Ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler – besonders jene aus Gruppen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko.
  • Geben Sie sich und der Klasse die nötige Zeit für ordentliche Handhygiene. Das dauert zwar eine ganze Weile und «kostet» Unterrichtszeit, bleibt aber weiterhin eine der wichtigsten Präventionsmassnahmen und zahlt sich im Vergleich zu einer Schulschliessung allemal aus.
  • Lüften Sie Schulräume so oft wie möglich. Reichlich frische Luft ist nicht nur eine gute Prävention vor dem Coronavirus, sondern hält auch die CO2-Konzentration im Raum tief und unterstützt so konzentriertes Lernen und Arbeiten.
  • Gemeinsam geht es besser. Arbeiten Sie konstruktiv und kreativ mit ihrem Team, den Schulleitungen und den Behörden zusammen.
  • Lassen Sie dieselbe Vorsicht wie in der Schule auch in ihrem Privatleben walten. Das Coronavirus macht ebenfalls keinen Unterschied.

Forderungen des ZLV

Folgende Punkte und Forderungen sind für den ZLV zentral:

  • Wenn immer möglich sind Schulschliessungen und Fernunterricht zu vermeiden - allerdings nur, solange der gesundheitliche Schutz aller an den Schulen sichergestellt werden kann. Dieser muss in jedem Fall oberste Priorität haben.
  • Um die Schulen offen und sicher halten zu können, sind verschiedene Schutzmassnahmen an den Schulen nötig. Neben den bekannten Hygiene- und Distanzmassnahmen braucht es auch:
    • systematische, repetitive Tests zur Prävention sowie gezielte Ausbruchstests
    • unentgeltliche, uneingeschränkte Verfügbarkeit von Schutzmasken für die Schülerinnen und Schüler (Hygienemasken) sowie für das Schulpersonal (Hygienemasken oder auf Wunsch auch FFP-2-Masken)
    • Überwachung und Sicherung einer hohen Raumluftqualität in allen Schulräumen mit CO2-Messgeräten und wo nötig Luftfiltern und Lüftungen
  • Der ZLV fordert von Bund und Kanton zudem, dass den Lehrpersonen – nach jenen Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal – priorisierter Zugang zur Impfung gegen das SARS-Cov 2 Virus ermöglicht wird.
  • Unverhandelbar ist der Schutz gefährdeter Lehrpersonen (Alter, Vorerkrankungen). Dieser hat für den ZLV oberste Priorität. Kann die Schule einen erhöhten Schutz nicht dauerhaft oder ausreichend gewährleisten, bleiben Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko (z.B. Schwangere) zuhause und unterstützen die Schule von dort aus.
  • Es braucht dringend Investitionen in die Chancengerechtigkeit. Mittelfristig müssen die Ressourcen für Teamteaching deutlich erhöht werden. Auch die Ressourcen und ausreichend Personal für Schulische Heilpädagogik und Schulsozialarbeit sind entscheidend und sollten aufgestockt werden.
  • Die digitale Transformation muss an der gesamten Zürcher Volksschule stärker vorangetrieben werden. Der aktuelle Flickenteppich hat sich nicht bewährt – eine Harmonisierung und ein allgemeiner Ausbau auf mindestens 1 Gerät pro 2 Schülerinnen und Schüler im Zyklus 1 bzw. ein Gerät pro Schülerin/Schüler ab Zyklus 2 sowie ein Gerät für jede Lehrperson sind nötig, um einen zeitgemässen Unterricht gewähren zu können. Die Bildungsdirektion soll hierbei eine aktiv koordinierende und der Kanton wo nötig eine finanzierende Rolle übernehmen.
  • Der Lehrberuf muss attraktiver werden. Dazu müssen Überzeiten der Vergangenheit angehören. Der Berufsauftrag muss darum angepasst werden. Für eine Jahreslektion sollen neu 62 Stunden angerechnet werden. Im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern braucht es zudem schnellere, niederschwellige Unterstützung (Schulinsel).
  • Klassenlehrpersonen aller Stufen müssen zeitlich entlastet werden. Im Berufsauftrag sind dafür deutlich mehr Stunden vorzusehen.

Der ZLV unterstützt Lehrpersonen dabei, sie betreffende Punkten zu klären oder mit Nachdruck einzufordern. Bei Bedarf setzen Sie sich am besten direkt mit unserer Beratungsstelle in Verbindung: beratung@zlv.ch. Für Mitglieder ist die Beratung kostenlos.